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Blockaden – unbewusste Aufträge an unser Unterbewusstsein
 
Wir sind tagtäglich damit beschäftigt unserem Unterbewusstsein mittels unserer Gedanken und Gefühle Aufträge zu geben, die es für uns erledigt.
In der Vergangenheit haben wir ihm Aufträge gegeben, die wir schon längst wieder vergessen haben. In unserem Unterbewusstsein sind diese Aufträge jedoch noch immer aktiv und machen sich in unserem Verhalten bemerkbar. Diese Verhaltensmuster sind meistens durch Wunden und Verletzungen in der Vergangenheit entstanden und laufen nun unbewusst in uns ab. Viele davon behindern uns sogar in unserem jetzigen Leben.
Diese alten Wunden und Verletzungen werden von unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Sie werden wie bei einer Kommode in eine Schublade gesteckt und gut verschlossen.
 
Solche Verletzungen können entstehen, wenn wir
 
·        gedemütigt werden,
·        ungerecht behandelt werden
·        im Stich gelassen werden,
·        zurückgewiesen werden,
·        nicht ernst genommen.
 
Auch Trennungssituationen, Enttäuschungen, sexueller Missbrauch oder andere Schockerlebnisse können solche Spuren hinterlassen.
 
All dies kann dazu führen, dass ein Kind den Eindruck bekommt, dass es so wie es ist, nicht gut genug ist. Es muss also um die für ihn so lebenswichtige Liebe kämpfen und beginnt, die nicht akzeptierten Teile seines Selbstes zu verachten. Das Kind fühlt sich dann verwirrt, beschämt, ängstlich und zunehmend wertlos.
Die abgelehnten Teile werden verbannt und kommen mit den dazugehörigen Gefühlen, Erlebnissen und allem was sonst noch dazu gehört in die eben schon erwähnte Schublade. Statt die verletzten Teile zu heilen, verbannen wir diese Erlebnisse und Gefühle also, um unser Überleben zu sichern
Beispiel: Ein Kind, das immer wieder schmerzliche Zurückweisung erfährt, neigt zu der Schlussfolgerung, dass es nicht wert sei, besser behandelt zu werden. Das fühlt sich zwar nicht gut an, ermöglicht aber zweierlei: Erstens, die Hoffnung, dass es die Situation selbst ändern könne, also ein gewisses Gefühl von Kontrolle; zweitens einen Schutz vor schmerzlichen Verletzungen: “Wenn ich mich selbst abwerte, kann es kein anderer mehr tun.” Mit dieser Selbsterniedrigung schützt sich das Kind also vor immer wiederkehrenden Verletzungen.
Als Kind sind wir nicht oder nur mit Hilfe in der Lage, diese Verletzungen zu heilen. Kinder beziehen viele Jahre lang alle äusseren Ereignisse direkt auf ihre Person, deshalb ist diese Verdrängung bzw. Erniedrigung für ein Kind überlebenswichtig.
So entstehen dann Überzeugungen und Verhaltensmuster, wie z. B.
 
Ich bin es nicht wert
Ich muss um alles kämpfen
Ich bin nicht liebenswert
Ich bin an allem Schuld
Ich mache alles falsch
Ich bin einfach zu blöd dafür.
Das kann ich sowieso nicht.
Das ist eine Nummer zu groß für mich.
Keiner liebt mich.
 
Wenn wir jedoch in eine Situation geraten, die der ursprünglichen ähnelt, wird unser Verhaltensmuster aktiviert und wir reagieren mit einem sogenannten Abwehrmechanismus. Unser Unterbewusstsein hat diese Situation als „bedrohlich“ abgespeichert und versucht nun alles, um uns vor dieser vermeintlichen Bedrohung zu schützen.
Unser Unterbewusstsein entwickelt nun sozusagen eine Abwehrstrategie, damit wir „nie wieder“ in eine Situation wie damals geraten. Diese Abwehrstrategie sind z. B. Aggression, Ignoranz, Überheblichkeit, Arroganz, Misstrauen, Hass, Rückzug in Tagträume.
 
 
Wenn wir achtsam sind, können wir viel über uns selbst und unsere Muster erfahren. Achtsamkeit entwickeln heisst, den Blick nach innen richten und wahrzunehmen was ist, ohne zu beurteilen.
Gerade im Umgang mit unseren Kindern können wir durch diese Art der Selbstbeobachtung eine Menge über unsere Muster und Programme erfahren. Oftmals versuchen wir alles, um unsere Kinder vor den Situationen zu schützen, die uns selbst so sehr verletzt haben. Dabei lassen wir oft ausser Acht, dass unsere Kinder anders sind als wir und ihren eigenen Weg gehen müssen. Unbewusst übertragen wir unsere Ängste mit unserem „schützenden“ Verhalten auf unsere Kinder.
Wir lernen viel über uns selbst wenn wir uns unserer Gedanken und Gefühle bewusst werden, die wir empfinden, wenn unser Kind etwas Problematisches mitteilt.
Wenn es uns gelingt, das Unbehagen zu beobachten, das Gewisse Gefühle in uns erzeugen und wir jeden Impuls registrieren bestimmte Sorgen und Ängste zu beschwichtigen oder als unbedeutsam abzutun so kann uns das helfen, unsere automatischen Verhaltensmuster zu erkennen. Genauso  wie unsere Kinder sind auch unser Partner und unser gesamtes Umfeld ein Spiegel, das uns unsere Blockaden aufzeigt. Sobald wir unsere Blockaden auflösen, d.h. uns bzw. unsere Einstellung ändern, ändert sich auch automatisch unser Umfed.
 

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